Das Wichtigste in Kürze
Wahrnehmungen zeigen, wie Menschen Veränderungen erleben. Für Aussagen über konkrete Artenbestände braucht es zusätzlich geeignete biologische Daten.
Einheit: Prozent der Erwachsenen
Naturbewusstseinsstudien 2011, 2021 und 2023. Frage bezieht sich jeweils rückblickend auf 20 Jahre; unterschiedliche Rückblickszeiträume.
Quelle: Naturbewusstsein
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| Angabe | Wert |
|---|---|
| Befragung 2011 | 27 |
| Befragung 2021 | 50 |
| Befragung 2023 | 53 |
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Grafik als SVG · Werte als CSVDie wichtigsten Ergebnisse
2023 nahmen 53 Prozent der Erwachsenen eine Verschlechterung von Natur und Landschaft in den vergangenen 20 Jahren wahr. 2021 waren es 50 Prozent, 2011 27 Prozent. Das sind Wahrnehmungen, keine Messreihe der Artenvielfalt.
Eine rückblickende Befragung erfasst die Einschätzung der Teilnehmenden. Sie kann durch Erfahrungen, Informationen und die jeweilige Vergleichsperspektive geprägt sein.
Ein Artenmonitoring beantwortet dagegen Fragen zu beobachteten Beständen in einem festgelegten Erhebungsrahmen. Beide Ansätze sind nützlich, aber nicht austauschbar.
So können Sie die Erkenntnisse nutzen
- Kennzeichnen Sie Wahrnehmungsfragen als Selbstauskunft.
- Nennen Sie den jeweiligen Befragungszeitpunkt und Rückblickszeitraum.
- Stellen Sie daneben nur tatsächlich passende Messdaten.
- Erklären Sie Unterschiede, statt Gefühle oder Messungen pauschal abzuwerten.
Ein Beispiel aus dem Vereinsalltag
Ein mögliches Beispiel: Bei einer Veranstaltung berichten Teilnehmende von weniger Vögeln im eigenen Garten. Der Verein nimmt die Erfahrung ernst und erläutert zugleich, was eine örtliche Beobachtung und ein standardisiertes Monitoring unterscheiden.
Quellen und Datenstand
- Datenzeitraum
- Naturbewusstseinsstudien 2011, 2021 und 2023
- Wie die Zahlen entstanden sind
- Repräsentative Selbstauskünfte erwachsener Bevölkerung zur wahrgenommenen Entwicklung von Natur und Landschaft.
Stand Oktober 2026